Bischofstettner Marterlchronik

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Das Buch

In diesem Buch werden die gesamten Marterl (32 Marterl, Kapellen, Bildbäume sowie die Pfarrkirche zur hl. Agatha) erfasst und die geschichtlichen Wurzeln erhoben. Es sind zwei Standortskizzen enthalten die man bei Bedarf bei der Wanderung mitnehmen kann; somit hat man auch die nötige Hintergrundinformation wenn man bei einem Marterl angekommen ist und kann da nachschlagen.
Dieses Buch kann man direkt bei der Gemeinde (02748 / 8218) oder bei Hermann Schöner (02748 / 8277) bestellen.

Hier ein paar Auszüge aus diesem Buch:

Kriegerdenkmal

An der öslichen Seite der Auffahrt von der St. Pöltner Straße auf den Kirchenplatz wurde zum Andenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges ein Kriegerdenkmal errichtet. In einer Ecksäulenausbildung steht ein einsamer Soldat auf einem Steinsockel.
Auf vier Marmortafeln sind die Namen der Gefallenen angeführt. Auf den beiden seitlich angebrachten Tafeln stehen die 28 Gefallenen des 1. Weltkrieges und auf den beiden vorderen Tafeln stehen die 43 Gefallenen und 6 vermissten Gemeindebürger des 2. Weltkrieges.
Geschaffen wurde es von der Bildhauerwerkstatt Salaba in St. Pölten. Die Einweihung erfolgte am 23. Oktober 1920.

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Jogerlkapelle

Die schlichte kleine Kapelle befindet sich an der alten Bundesstraße, östlich des Bauernhauses Thier. Sie ist mit einem schmiedeeisernen Gitter abgschlossen. In der Kapelle sind drei alte Holzstatuen aufgestellt, die den hl. Apostel Jakobus den Älteren, die hl. Barbara und die hl. Dorothea darstellen.
Nach dem Abbruch der Filialkirche in Haag 1817 wurden die drei Heiligenfiguren aus der Kirche in einer Holzkapelle im Ort aufbewahrt. Da diese im Jahre 1933 schon sehr baufällig war und den Figuren keinen Schutz mehr bot, entschloss man sich zum Bau der heutigen Kapelle. Baumeister Anton Gruber wurde mit dem Neubau beauftragt. Über Anregung und Engagement des Heimatforschers Wilhelm Simlinger ließ die Gemeinde Bischofstetten damals die Figuren bei Bildhauer Zimmerl in St. Pölten restaurieren.
Am 3. September 1933 weihte Pfarrer Ignaz Kopriva die Kapelle unter großer Anteilnahme der Pfarrbevölkerung ein.

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Schaberger Kreuz

An der B29, ca. 200 m vor der Ortschaft Sierning, steht ein Gedenkkreuz, das an einen tragischen Motoradunfall erinnert. Das Holzkreuz mit dem Gekreuzigten und einem schützenden baldachinartigen Aufsatz trägt eine Laterne und eine Errinerungstafel. Oberhalb des Gekreuzigten ist ein Bild des Verunglückten angebracht.
Am Freitag, dem 14. Mai 1993, verunglückte hier der 21. jährige Dieter Schaberger aus Obergrafendorf tödlich. Bei dem Versuch, einem am Fahrbahnrand abgestellten Lkw auszuweichen, kam er ins Schleudern und stieß gegen einen entgegenkommenden Pkw. Drei Insassen des Pkws wurden verletzt, auch der Notarzthubschrauber war hier im Einsatz.

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